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Statuten des

Österreichischen Mantrailing Verbands




ZVR: 492.828.701



Alle Personenbezeichnungen, die in diesem Statut sprachlich in der männlichen oder weiblichen Form verwendet werden, gelten gleichermaßen sinngemäß für jedwedes Geschlecht.



§ 1: Name, Sitz, Tätigkeitsbereich
1. Der Verein führt den Namen “Österreichischer Mantrailing Verband”.
2. Im internationalen Geschäftsverkehr wird zusätzlich die englische Bezeichnung “Mantrailing Association of Austria” verwendet
3. Er hat seinen Sitz in Bad Aussee und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich
4. Die Errichtung von Zweigvereinen ist nicht beabsichtigt.
5. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.


§ 2: Geschäftsstelle
1. Der Vorstand hat eine Geschäftsstelle einzurichten, und diese entsprechend der Notwendigkeiten des Vereins auszustatten.
2. Die Geschäftsstelle muss sich nicht am Sitz des Vereins befinden.
3. Die Geschäftsstelle wird vom Generalsekretär, oder – bei Bedarf – von einem durch den Vorstand bestellten und die nächstfolgende Generalversammlung bestätigten Geschäftsstellenleiter geführt.


§ 3: Zweck
1. Zweck des Vereins dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist ist die Förderung der Aus- und Weiterbildung von Mantrailer und deren Hundeführern (Mantrailerteams), und der damit mittelbar oder unmittelbar verbundenen Tätigkeiten.
Mantrailer sind Hunde, die nach einer speziellen Ausbildung in der Lage sind, Spuren von Personen anhand ihres Individualgeruches zu verfolgen, zu suchen, zu finden und zu retten.
Hierdurch soll insbesondere die Verbesserung und Förderung der Rettung aus Lebensgefahr erreicht werden.


§ 4: Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks
1. Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.
2. Als ideelle Mittel dienen unter anderem
    a. Zusammenfassung aller in Österreich bestehender Körperschaften, die sich mit der Ausbildung, Prüfung sowie Verbreitung des Mantrailings beschäftigen.
    b. Wahrung aller Belange und Interessen gegenüber der Öffentlichkeit und den Behörden, im Hinblick auf das gesamte österreichische Mantrailing-Geschehen
    c. Koordination der in allen Körperschaften gemeinsamen Zielsetzungen, dies auch in Verbindung mit ausländischen Organisationen.
    d. die Aus- und Weiterbildung der Mitglieder des Vereins und deren Hunde nach der geltenden Prüfungsordnung und Erkenntnissen der kynologischen Forschung.
    e. die Schaffung, und bei Bedarf Weiterentwicklung, einer bundeseinheitlichen Prüfungsordnung, nach der die Prüfer des Vereines die Prüfung abnehmen.
    f. die Aus- und Weiterbildung von Prüfern für Mantrailing
    g. Öffentlichkeitsarbeit bezüglich des Mantrailing
    h. die Zurverfügungstellung einer Datenbank von geprüften Mantrailingteams
    i. die Organisation und Durchführung von Schulungen, Tagungen, Workshops und Seminaren zur Aus- und Weiterbildung der Vereinsmitglieder um die Einsatzfähigkeit der Mantrailingteams zu fördern
    j. die Veranstaltung von Prüfungen im Sinne der Prüfungsordnung und die Zurverfügungstellung von Prüfern.
    k. Ehrung von verdienten Mitgliedern und Hundeführern für deren Leistungen
    l. zeitgemässe Öffentlichkeitsarbeit
3. Die erforderlichen materiellen Mittel sollen unter anderem aufgebracht werden durch
    a. Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge
    b. Erträgnisse von Veranstaltungen
    c. Erträgnisse aus dem Vertrieb von Drucksorten, Ausrüstung und sonstigem Material, die für die Ausbildung von Hunden unerlässlich sind
    d. Erträgnisse aus der Herausgabe einer eigenen Vereinszeitschrift
    e. Fördermittel, Spenden, Sammlungen, Schenkungen, Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen
    f. Erträgnisse aus Kurs- und Sonderkursbeiträgen.


§ 5: Arten der Mitgliedschaft
1. Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche, außerordentliche, fördernde und Ehrenmitglieder.
2. Ordentliche Mitglieder sind die Gründungsmitglieder, und jene natürliche Personen, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen sowie ihre Beiträge zur Gänze geleistet haben, als auch allen anderen Verpflichtungen gegenüber dem Verein vollständig nachgekommen sind.
Ein ordentliches Mitglied kann auch Ehrenmitglied sein.
3. Außerordentliche Mitglieder sind natürliche oder juristische Personen, die aktiv im Mantrailing tätig sind, oder sich an der Vereinsarbeit beteiligen ohne ordentliche Mitglieder zu sein.
4. Fördernde Mitglieder sind solche die Vereinstätigkeit vor allem durch Zahlung eines erhöhten Mitgliedsbeitrags fördern.
5. Ehrenmitglieder sind Personen, die hierzu wegen besonderer Verdienste um den Verein ernannt werden.


§ 6: Erwerb der Mitgliedschaft
1. Ordentliche Mitglieder des Vereins können alle volljährigen physischen Personen werden.
    a. Für die Begründung der ordentlichen Mitgliedschaft ist eine mindestens einjährige außerordentliche Mitgliedschaft, sowie eine schriftliche Empfehlung auf Aufnahme als ordentliches Mitglied durch zwei bestehende ordentliche Mitglieder erforderlich.
2. Außerordentliche Mitglieder erwerben die Mitgliedschaft durch einen schriftlichen Antrag und anschließende Aufnahme durch den Vorstand.
    a. Ist der Aufnahmewerber eine Organisation (Verein) welche sich mit Mantrailing beschäftigt so ist die Satzung des Aufnahmewerbers anzuschließen. Die Satzung hat Bestimmungen dahingehend zu enthalten, daß die Organisation die vom Österreichischen Mantrailing Verband erlassenen oder zukünftig erlassenen Ordnungen einhält.
3. Fördernde Mitglieder erwerben die Mitgliedschaft durch die Aufnahme durch den Vorstand und anschließende Erbringung der Förderleistung.
4. Über die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen und fördernden Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.
5. Juristische Personen zu denen hier auch rechtsfähige Personengesellschaften und Körperschaften gezählt werden, können ausschließlich die fördernde oder außerordentliche Mitgliedschaft erwerben.
6. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstands durch die Generalversammlung.
7. Die Aufnahme als Mitglied muss bei Personen verweigert werden, welche wegen Tierquälerei straf- oder verwaltungsrechtlich rechtskräftig verurteilt wurden oder gegen welche ein behördliches Tierhaltungsverbot verhängt wurde.


§ 7: Beendigung der Mitgliedschaft
1. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss.
2. Der Austritt kann nur zum Jahresletzten erfolgen. Er muss dem Vorstand mindestens ein Monat vorher schriftlich mitgeteilt werden. Erfolgt die Anzeige verspätet, so ist sie erst zum nächsten Austrittstermin wirksam. Für die Rechtzeitigkeit ist das Datum der Postaufgabe maßgeblich.
3. Der Vorstand kann ein Mitglied ausschließen, wenn dieses trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung unter Setzung einer angemessenen Nachfrist länger als sechs Monate mit der Zahlung der Mitgliedsbeiträge im Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt hievon unberührt.
4. Der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Verein kann vom Vorstand auch wegen grober Verletzung anderer Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden.
5. Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den im Abs. 4 genannten Gründen von der Generalversammlung über Antrag des Vorstands beschlossen werden.


§ 8: Rechte und Pflichten der Mitglieder
1. Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung steht nur den ordentlichen, ausserordentlichen und den Ehrenmitgliedern zu.
2. Das aktive und passive Wahlrecht steht nur den ordentlichen und den Ehrenmitgliedern zu.
3. Jedes Mitglied ist berechtigt, vom Vorstand die Ausfolgung der Statuten zu verlangen.
4. Mindestens ein Zehntel aller Mitglieder kann vom Vorstand die Einberufung einer Generalversammlung verlangen.
5. Die Mitglieder sind in jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins zu informieren. Wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder dies unter Angabe von Gründen verlangt, hat der Vorstand den betreffenden Mitgliedern eine solche Information auch sonst binnen vier Wochen zu geben.
6. Die Mitglieder sind vom Vorstand über den geprüften Rechnungsabschluss (Rechnungslegung) zu informieren. Geschieht dies in der Generalversammlung, sind die Rechnungsprüfer einzubinden.
7. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.


§ 9: Vereinsorgane
Organe des Vereins sind die Generalversammlung (§§ 10 und 11), der Vorstand (§§ 12 bis 14), die Rechnungsprüfer (§ 15) und das Schiedsgericht (§ 16).


§ 10: Generalversammlung
1. Die Generalversammlung ist die „Mitgliederversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Eine ordentliche Generalversammlung findet alle zwei Jahre statt.
2. Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf
    a. Beschluss des Vorstands oder der ordentlichen Generalversammlung,
    b. schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der Mitglieder,
    c. Verlangen der Rechnungsprüfer (§ 21 Abs. 5 erster Satz VereinsG),
    d. Beschluss der/eines Rechnungsprüfer/s (§ 21 Abs. 5 zweiter Satz VereinsG, § 11 Abs. 2 dritter Satz dieser Statuten),
    e. Beschluss eines gerichtlich bestellten Kurators (§ 11 Abs. 2 letzter Satz dieser Statuten) binnen vier Wochen statt.
3. Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich, mittels Telefax oder per EMail (an die vom Mitglied dem Verein bekanntgegebene FaxNummer oder EMailAdresse) einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabeder Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand (Abs. 1 und Abs. 2 lit. a – c), durch die/einen Rechnungsprüfer (Abs. 2 lit. d) oder durch einen gerichtlich bestellten Kurator (Abs. 2 lit. e).
4. Anträge zur Generalversammlung sind mindestens zwei Wochen vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich, mittels Telefax oder per EMail einzureichen.
5. Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung – können nur zur Tagesordnung gefasst werden.
6. Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind die ordentlichen, ausserordentlichen und die Ehrenmitglieder.
Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig.
7. Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.
8. Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.
9. Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der jeweilige Vorsitzende im Vorstand, bei dessen Verhinderung der Generalsekretär. Wenn auchdieser verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.


§ 11: Aufgaben der Generalversammlung
1. Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:
    1. Beschlussfassung über den Voranschlag;
    2. Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses unter Einbindung der Rechnungsprüfer;
    3. Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstands und der Rechnungsprüfer;
    4. Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Rechnungsprüfern und Verein;
    5. Entlastung des Vorstands;
    6. Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und für außerordentliche Mitglieder;
    7. Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft;
    8. Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins;
    9. Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.


§ 12: Vorstand
1. Der Vorstand besteht aus drei bis 10 Mitgliedern; mindestens jedoch aus
    a. Generalsekretär
    b. Finanzreferent
    c. Ausbildungsreferent
2. für den Generalsekretär, den Finanzreferenten und den Ausbildungsreferenten können je ein Stellvertreter gewählt werden.
3. Zusätzlich können bis zu drei weitere Mitglieder (Beiräte) gewählt oder kooptiert werden.
4. Dem Vorstand wird ausserdem das Recht eingeräumt, zusätzlich zu den vorstehend genannten wählbaren Vorstandsmitgliedern einen Veterinärmediziner als veterinärmedizinischer Beirat in den Vorstand zu berufen (kooptieren).
5. Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, so ist jeder Rechnungsprüfer verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Vorstands einzuberufen. Sollten auch die Rechnungsprüfer handlungsunfähig sein, hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Kurators beim zuständigen Gericht zu beantragen, der umgehend eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen hat.
6. Die Funktionsperiode des Vorstands beträgt sechs Jahre, sie währt aber jedenfalls bis zur Wahl eines neuen Vorstands; Wiederwahl ist möglich. Jede Funktion im Vorstand ist persönlich auszuüben. Doppelfunktionen sind möglich.
7. Der Vorstand wird vom Generalsekretär, bei Verhinderung von dessen Stellvertreter, schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch dieser auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.
8. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist.
9. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
10. Der Vorsitz wird quartalsweise wechselnd von einem Mitglied des Vorstandes eingenommen. Der Wechsel erfolgt reihum in alphabetischer Reihenfolge des Familiennamens. Bei Verhinderung des Vorsitzenden führt der Generalsekretär den Vorsitz. Ist auch dieser verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied.
11. Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. 3) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds durch Enthebung (Abs. 9) und Rücktritt (Abs. 10).
12. Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstands bzw. Vorstandsmitglieds in Kraft.
13. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstands an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung (Abs. 2) eines Nachfolgers wirksam.


§ 13: Aufgaben des Vorstands
Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
1. Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender Aufzeichnung der Einnahmen/Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als Mindesterfordernis;
2. Erstellung des Jahresvoranschlags, des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses;
3. Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung in den Fällen des § 9 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a – c dieser Statuten;
4. Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereinsgebarung und den geprüften Rechnungsabschluss;
5. Verwaltung des Vereinsvermögens;
6. Aufnahme und Ausschluss von ordentlichen und außerordentlichen Vereinsmitgliedern;
7. Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins.


§ 14: Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder
1. Der Generalsekretär führt die laufenden Geschäfte des Vereins.
2. Der Verein wird nach innen und nach außen gemeinsam durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Rechtsverbindliche schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften des Generalsekretärs und eines weiteren Vorstandsmitglieds, vermögenswerte Dispositionen bedürfen zur Gültigkeit der Unterschriften des Generalsekretärs und des Finanzreferenten.
Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung der Rechnungsprüfer.
3. Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu zeichnen, können ausschließlich von den in Abs. 2 genannten Vorstandsmitgliedern erteilt werden.
4. Bei Gefahr im Verzug ist der Generalsekretär berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstands fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; im Innenverhältnis bedürfen diese jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.
5. Der jeweilige Vorstandsvorsitzende führt auch den Vorsitz in der Generalversammlung.
6. Der Generalsekretär führt die Protokolle der Generalversammlung und des Vorstands.
7. Der Finanzreferent ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.
8. Der Ausbildungsreferent überwacht und leitet die Aus- und Weiterbildung der Mantrailingteams. Er ist auch zuständig für die Aus- und Weiterbildung von Instruktoren (Trainern) sowie Prüfern. Er ist zuständig für die Organisation und Durchführung von Schulungsveranstaltungen, Vergabe von Leistungsabzeichen, Erstellung von Ausbildungsrichtlinien und -regelungen.
Schriftstücke in Ausbildungsangelegenheiten an Mitglieder müssen vom Ausbildungsreferenten unterzeichnet sein und dem Generalsekretär in Kopie zur Kenntniss gebracht werden. Schriftstücke die Ausbildungsangelegenheiten betreffen, und an andere als Mitglieder gerichtet sind, müssen vom Ausbildungsreferenten und vom Generalsekretär unterzeichnet werden.
9. Der veterinärmedizinische Beirat ist für die Sicherstellung und Einhaltung von gesundheitlichen Aspekten in der Ausbildung der Hunde verantwortlich. Diese Funktion kann nur von einer Person, welche ein Studium der Veterinärmedizin erfolgreich abgeschlossen hat, ausgeübt werden.
10. Im Fall der Verhinderung treten an die Stelle der Vorstandsmitglieder ihre jeweiligen Stellvertreter.


§ 15: Rechnungsprüfer
1. Zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist. Die Rechnungsprüfer müssen aber nicht zwingend Vereinsmitglieder sein.
2. Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.
3. Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 11 Abs. 8 bis 10 sinngemäß.


§ 16: Schiedsgericht
1. Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.
2. Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichts namhaft. Nach Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer 14 Tage ein drittes ordentliches Mitglied zum/zur Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstandder Streitigkeit ist.
3. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beiderseitigen Gehörs bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.


§ 17: Freiwillige Auflösung des Vereins
1. Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
2. Diese Generalversammlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem dieser das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat.
3. Dieses Vermögen soll, soweit dies möglich und erlaubt ist, einer Organisation zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt, sonst Zwecken der Sozialhilfe.


§ 18: Inkrafttreten
1. Die vorliegenden Statuten treten vorbehaltlich der Genehmigung durch die Vereinsbehörde mit 01. September 2013 in Kraft.

Bad Aussee, 18. August 2013

Beschlossen in der außerordentlichen Generalversammlung vom 18. August 2013.

Mit Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Liezen vom 26. August 2013 genehmigt.



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